Die Herstellung von Spanplatten in 12 Schritten Teil 2: Die ersten drei Schritte

VERÖFFENTLICHT: 29.09.2010 IN Fachbereich, Möbeltischlerei
 

Im letzten Artikel wurde die Geschichte und den Qualitätsanspruch an Spanplatten diskutiert. Im nun folgenden Artikel dieser Serie werden die ersten drei Schritte bei der Herstellung von Spanplatten erläutert.

Schritt 1: Das Hacken

Das Hacken ist quasi der erste Anlaufschritt bei der Herstellung von Spanplatten. Hierbei handelt es sich um eine messerbestückte Welle, die den Holzstamm in kleine Stücke zerhackt. Über dieser Welle befindet sich ein Trichter, durch den das Knüppelholz zugeführt wird. Sobald die Holzfetzen die messerbestückte Welle verlassen haben, sind sie allerdings immer noch zu groß, um für die Herstellung von Spanplatten verwendet zu werden. Daher müssen sie noch einen weiteren Zerkleinerungsprozess durchlaufen. Das Zerspanne.

Schritt 2: Das Zerspannen

Beim Zerspannen wird ein sogenannter Messerring zur Hilfe genommen, der einen Durchmesser von etwa 1,50 m hat und mit Messern besetzt ist. Diese Messer liegen sehr dicht beieinander und garantieren somit ein perfektes kleinschneiden der Hackschnitzel. Damit das Endprodukt dieses Vorganges einzelne Holzspäne sind, werden in dieser Trommel neben den Messern noch sogenannte Schlagkreuze eingebaut. Durch die Schlagkreuze werden die Holzschnitzel gegen die Messer gedrückt und somit wesentlich feiner zerschnitten.

Schritt 3: Die Trocknung

Die Trocknung ist einer der wichtigsten Vorgänge bei der Herstellung von Spanplatten, da der kleinste Fehler oder eine zu kurze Trocknung des Holzwerkstoffes die Qualität des Endproduktes beeinflusst.

Zur Trocknung werden große rotierende Trommeln verwendet, die den Zementmischern auf Baustellen ähneln, nur hier natürlich um einiges größer ausfallen. Die Holzschnitzel werden hier mit einer Temperatur von über 300°C getrocknet und kommen nach ca. 20 Minuten auf der anderen Seite wieder heraus. Sie besitzen nun eine gleichmäßige Holzfeuchte. Die Holzfeuchte ist demnach entscheidend für die Qualität der späteren Spanplatten, da es zu Verformungen kommen kann, wenn die Späne eine inhomogene Feuchte aufweisen. Deswegen bedarf es besonderer Aufmerksamkeit beim Trocknen der Holzspäne.

In Teil 3 dieser Serie über Spanplatten werden die Schritte 4 bis 6 näher erläutert.

Über den Autor
DS Digitale Seiten ist ein Geschäftsbereich der Marktplatz Mittelstand GmbH & Co. KG. 2010 gestartet, ist DS Digitale Seiten heute bundesweit einer der größten Anbieter der Verzeichnisbranche für kleine und mittelständische Unternehmen. Auf 22 handwerksübergreifenden Portalen stellen unsere Nutzer Anfragen zu Handwerksleistungen.