Wärmedämmung: Möglichkeiten, Wege und Perspektiven Teil 1: Historie und Dämmarten

6. September 2010 0 By admin

Die richtige Wärmedämmung - © marmit by stock.xchng

In einer neuen Serie über die verschiedenen Dämmarten, ihre Techniken und die verwendeten Materialien, gehen wir den einzelnen Varianten, ihren Unterschieden zueinander, und der Frage, ob Innen-, Außendämmungen oder Kerndämmungen zur Wärmedämmung sinnvoller sind, auf den Grund.

Wärmedämmung vom historischen Standpunkt aus

Das Dämmen von Häusern zum Energieerhalt und der langfristigen Energieeinsparung hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen. Da klassische Baumaterialien wie Beton, Stahl, Holz und Glas relativ gute Wärmleiter sind, müssen spezielle Materialien verwendet werden, um zu verhindern, dass die im Haus erzeugte Wärme nicht nach Außen hin abgegeben wird. Die Tatsache, dass mittlerweile einschlägige gesetzliche Vorschriften für die Wärmedämmung vorherrschen, haben das Thema nur noch weiter in den Fokus gerückt.
Fossile Brennstoffe wie Gas und Öl sind nicht mehr in dem Maß auf der Erde vorhanden, dass mit ihnen weiter in diesem Maße – wie es vor 40 Jahren der Fall war – verschwenderisch umgegangen werden kann.
Früher wurden Dämmmaterialien nur teilweise verbaut. Eine Mischung aus Lehm und Stroh war zum Anfang des 20. Jahrhunderts Tonus. Später wurde mit Asbest zur Wärmedämmung gearbeitet. Heute weiß man, dass Asbest in hohem Maße krebserregend ist. Daher müssen alte Bestände bei Sanierungsmaßnahmen entfernt werden.
Ein „gut gebautes“ Haus wird mittlerweile mehr denn je an seinem Energieerhaltungsgrad durch die Wärmedämmung bemessen. Niedrigenergiehäuser haben zwar einen höheren Baupreis, sparen aber durch ihre Wärmedämmung enorm an Heizkosten.

Grundsätzlich wird zwischen drei Varianten der Wärmedämmung unterschieden:

  • Innendämmung → Als Innendämmung werden alle Maßnahmen zur Isolierung und Wärmedämmung bezeichnet, die im Inneren des Hauses vorgenommen werden
  • Außendämmung → Sind alle Dämmungsmaßnahmen, die an der Fassade vorgenommen werden
  • Kerndämmung → Unter Kerndämmung versteht man Dämmsysteme, die in einem zweischaligen Mauerwerksystem verbaut sind. Sie können nur bei Neubauten vorgenommen werden, da sie direkt in Statik und Substanz des Hauses eingreifen.


Lesen Sie im zweiten Teil des Reports alles Wissenswerte über die verschiedenen Schalensysteme von Wärmedämmungen.