Wärmedämmung: Möglichkeiten, Wege und Perspektiven Teil 4: Die meist verwendeten Materialien zur Wärmedämmung

Wie bereits im vorigen Teil der Serie über Wärmedämmung gesehen, ist die Liste der Materialien zur Wärmdämmung lang. Darum sollen nun in dieser Folge die weitestverbreiteten Materialien mit ihren Vor-und Nachteilen erläutert werden:

  • Glaswolle → Der große Vorteil an Glaswolle liegt in ihrer Eigenschaft leicht verbaubar zu sein und darüber hinaus auch schimmelresistent, da Glaswolle nicht verrottet. Nachteil ist die hohe Feuchtigkeitsempfindlichkeit, die den Dämmwert auf Dauer reduziert.
  • Schafwolle → Schafwolle ist im Gegensatz zu Glaswolle sehr feuchtigkeitsregulierend und kann bis zu einem Drittel seines eigenen Gewichts an Flüssigkeit aufnehmen, bis der Dämmwert nachhaltig sinkt. Darüber hinaus handelt es sich hier um einen natürlich nachwachsenden Rohstoff. Der Nachteil an Schafwolle ist der recht hohe Preis.
  • Holzfaserplatten Holzfaserplatten werden aus Holzabfällen gefertigt und beschneiden dadurch andere Ressourcenbereiche nicht. Des Weiteren kann Holz mehr Energie als andere Werkstoffe speichern und hat einen hohen Grad an Diffusionsoffenheit, was sich positiv auf das Innenklima des Hauses auswirkt. Nachteile bestehen nur im hohen Energieaufwand der Herstellung.
  • Perlit→ Perlit ist ein vulkanisches Gestein, das im Gegensatz zu allen weiteren auf dem Markt erhältlichen Stoffen zur Wärmedämmung, nicht brennbar ist. Es wirkt ähnlich wie Glaswolle feuchtigkeitsregulierend und zeichnet sich durch ein geringes Gewicht aus. Nachteil ist die begrenzte Verfügbarkeit des Rohstoffes.

  • Kalziumsilikat → Dieses Wärmedämmungs-Material ist von seinen Eigenschaften her der Allrounder unter den Dämmungen. Einzige Wermutstropfen sind der hohe Preis und das sie nur in bewegungsarmen Umgebungen verbaut werden, was ihrer Struktur geschuldet ist.
  • Polyurethan → Dieser Stoff bietet den höchsten Dämmwert, beim geringsten Preis und der alterungs- und witterungsbeständig, sowie schimmelresistent. Vom Umweltaspekt her gesehen ist dieser Kunststoff jedoch nicht vertretbar, da er weder recycelbar noch kompostierbar ist. Ein weiterer Minuspunkt sind die schwer toxischen Gase, die im Falle eines Brandes entstehen.

Im nächsten Teil der Serie werden die Innen- und Außensysteme zur Wärmedämmung gegenübergestellt und ein Überblick über die Techniken für den Tischler gegeben.

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