Treppengeländer – Vorschriften gewährleisten Sicherheit!

Ein Treppengeländer kann eine optische Aufwertung eines Treppenhauses bedeuten, allerdings ist der offizielle Verwendungszweck eines Treppengeländers die Absturzsicherung. Die ordnungsgemäße Funktion ist durch die DIN-Normen 18065 und 1055 geregelt. Was diese Normen bedeuten und was es beim Bau Ihres Treppengeländers zu beachten gilt, erfahren Sie hier auf Tischlerei24.com.

Treppengeländer im Haus müssen nach bestimmten Vorschriften gebaut werden. © www.BlickReflex.de / pixelio.de

Ein Treppengeländer ist ein sinnvoller Schutz vor Stürzen und Verletzungen. Damit diese Funktion der Absturzsicherung gewährleistet werden kann, sind Maße, Bauformen und Material des Treppengeländers in zwei DIN-Normen geregelt. Im Grundsatz gilt: Besitzt eine Treppe mehr als vier Stufen und eine freie Seite, muss ein Geländer angebracht werden. Auf welche Sicherheitsvorschriften Sie Rücksicht nehmen müssen, erfahren Sie jetzt.

Welche Vorschriften gilt es, bei einem Treppengeländer zu beachten?

Im Allgemeinen gilt es 3 Vorschriften, die beim Bau eines Treppengeländers eingehalten werden müssen:

  • Ein Treppengeländer muss bei einer Absturzhöhe, die kleiner oder gleich 12 Metern ist, eine Höhe von mindestens 100 Zentimetern aufweisen. Wird der Wert der Absturzhöhe überschritten, muss das Treppengeländer 110 Zentimeter oder höher sein.
  • Ist die Treppe höher als ein Meter, muss das Treppengeländer aus Handlauf, Füllung und Pfosten bestehen. Die Querstreben, die beispielsweise eine Füllung ausmachen, dürfen nicht weiter auseinanderliegen als 18 Zentimeter; sollen auch Kinder die Treppe benutzen, ist ein Abstand von maximal 12 Zentimetern vorgesehen.
  • Alle 18 Stufen oder alle 3 Meter überwundene Höhe muss ein Podest in die Treppe integriert werden. Es ist Vorschrift, dass auf diesem Podest das Treppengeländer weitergeführt werden muss.

Diese drei Vorschriften sind bundesweit gleich geregelt und basieren auf der DIN-Norm 18065. Die meisten der anderen Vorschriften, wie Mindestbreite des Handlaufs sind abhängig vom Bundesland und somit unterschiedlich. Es empfiehlt sich also, wenn Sie nicht das Fachwissen besitzen, Ihr Treppengeländer selbst zu bauen, einen Handwerker einzuschalten um Ihr Geländer regelkonform einzurichten.

Die Wahl des zu verwendenden Materials ist in der DIN-Norm 1055 geregelt und richtet sich nach der Belastung der Treppe. So eignet sich widerstandsarmes Holz wie Kiefer oder Fichte nur für wenig beanspruchte Treppen, während feste Hölzer wie Eiche, Esche oder Ahorn bei stark genutzten Treppen Sinn ergeben. Kombinationen aus Metall, Holz und Glas sind allerdings auch möglich und ergeben anspruchsvolle, optische Kombinationen, je nach Bauart der konstruierten Treppe.

Fazit

Der Bau eines Treppengeländers ist häufig Pflicht, jedoch gibt es beim Geländerbau viele Vorschriften zu beachten. Sollten Sie nicht das entsprechende Fachwissen aufweisen können, empfiehlt es sich, einen Handwerker Ihres Vertrauens aufzusuchen, um ein sicheres Treppengeländer in Ihr Haus einzubauen.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *