Terrassendielen verlegen: Geeignete Holzarten & Informationen zur Unterkonstruktion

Werden Terrassendielen aus Holz verlegt, können einheimische sowie tropische Hölzer verwendet werden. Dank einer fachgerechten, thermischen Behandlung weisen die Hölzer eine lange Lebensdauer auf und halten jeder Wetterbedingung stand.

Holz ist bei der Bodenverlegung sehr beliebt, da der Rohstoff durch seine Natürlichkeit das Wohnklima positiv beeinflusst und die Lebensqualität der Bewohner deutlich erhöht. Werden Terrassendielen aus Holz verlegt, kann nicht jede Holzart für den Außenbereich verwendet werden. Erfahren Sie nachfolgend auf Tischlerei24.com, welche Holzarten sich am besten eignen und was bei der Errichtung einer Unterkonstruktion zu beachten ist.

So werden Terrassendielen verlegt
Terrassendielen müssen in einem Abstand von 10 mm verlegt werden, damit sich das Holz als Naturprodukt ausdehnen und zusammenziehen kann. © Tischlerei24.com

Welche Holzarten können als Terrassendielen verlegt werden?

Beim Verlegen der Terrassendielen kann aus einer breiten Auswahl an verschiedenen Holzarten gewählt werden. Allgemein gilt: je härter das Holz, desto resistenter ist es bei der Verwendung im Außenbereich. Achten Sie außerdem auf die passenden Dauerhaftigkeitsklassen, die nach DIN-Normen angegeben werden. Darüber hinaus ist auch der Standort der Terrasse für die Haltbarkeit ausschlaggebend. Schattige Plätze mit hoher Umgebungsfeuchte reduzieren die Haltbarkeit im Gegensatz zu sonnigen trockenen Standorten. Mit der richtigen Resistenzklasse kann die Terrasse dann bis zu 25 Jahre Lebensdauer aufweisen.

  • Gerne werden Hölzer aus Eiche oder Esche als Terrassendielen verlegt, da diese Holzarten sehr stabil und durch ihre hohe Dichte besonders langlebig sind. Ebenfalls verwendet wird Holz aus der Kiefer und der Douglasie, welche mit einer passenden Thermobehandlung Umwelteinflüssen lange standhalten können.
  • Tropische Holzarten wie Bangkirai sind alleine aufgrund der Wetterbedingungen ihres Ursprungslandes in Südostasien besonders wetterbeständig und trotzen auch besonders kalten und feuchten Jahreszeiten.

Beim Kauf von tropischen Hölzern muss stets auf das FSC-Siegel (Forest Stewardship Council ) geachtet werden. Das Siegel weist den Ursprung des Materials aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus und garantiert die Echtheit des Holzes, da Bangkirai weniger haltbaren Hölzern wie dem der Gerutu sehr ähnlich sieht.

Unterkonstruktion als notwendige Baumaßnahme vor dem Verlegen von Terrassendielen

Bevor Terrassendielen verlegt werden können, muss eine geeignete Unterkonstruktion erstellt werden damit die Grundfläche, auf dem später die Holzdielen befestigt werden, stabil und gleichzeitig wasserdurchlässig ist. Damit keine Staunässe entsteht, dürfen die Zwischenräume der Unterkonstruktionshölzer nicht aufgefüllt werden. Zudem sollten um die Terrasse herum offene Belüftungsspalten eingeplant werden, um eine ausreichende Belüftungszirkulation zu gewährleisten.

Die Holzdielen müssen zudem in einem Gefälle von ein bis zwei Prozent an die Unterkonstruktion genagelt werden, da sich ansonsten Tau- oder Regenwasser in den Rillen der Holzplatten sammeln und Feuchtigkeitsschäden entstehen können.

Terrassendielen werden von der Hauswand aus verlegt, wobei eine Dehnungsfuge von mindestens 5 mm zur Fassade freigelassen werden muss. Die Holzdielen werden in einem Abstand von 10 mm zueinander verlegt, da sich das Holz je nach Temperatur ausdehnt oder zusammenzieht.

Um einen optisch schönen Terrassenrand zu erzielen, können die Seitenflächen je nach Aufbauhöhe unterschiedlich verblendet werden. Dazu werden entweder Dielenbretter oder Holzpalisaden verwendet.

Fazit

Das Verlegen von Terrassendielen aus Holz hat zahlreiche Vorteile. Abgesehen von den optischen Vorteilen, ist Holz als natürlicher Rohstoff im Außenbereich beispielsweise besonders schön für Barfußgänger, da sich das Material im Sommer unter Sonneneinstrahlung erwärmt. Darüber hinaus bieten Terrassendielen auch die nötige Rutschfestigkeit bei einer Nutzung im Winter oder schlechtem Wetter. Tropische sowie einheimische Hölzer können für den Außenbereich eingesetzt werden und sind vor allem nach einer thermischen Behandlung gegen Wettereinflüsse aller Art resistent. Achten Sie beim Kauf von Holzdielen jedoch immer auf das FSC-Siegel, welches auf eine nachhaltige Forstwirtschaft sowie auf die Echtheit des Holzes hinweist.

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