Die Ressource Wald unter schweren Bedingungen

Die Ressource Wald ist das wertvollste Gut, das der Mensch zur Verfügung hat. Er kann damit bis in die weltweite Klimapolitik einwirken. Doch reichen unsere Bemühungen zum Klimaschutz? Ist die Holzindustrie übervorteilt oder, wie sie selber sagt, benachteiligt? Lesen Sie mehr zum Zustand unserer Wälder auf Tischlerei24.com.

Ressource Wald
Die Ressource Wald ist in Deutschland eng bemessen. Die Bewirtschaftung muss daher nachhaltig und klimaschützend zugleich sein. © dorena-wm by flickr.com

Die Ressource Wald ist von vielerlei Aspekten abhängig. Im Jahr 2010 konnten die Verwalter beruhigt auf den Schädlingsbefall blicken. Durch den langen Winter konnten die Borkenkäfer nicht so früh aktiv werden. Da auch starke Stürme ausblieben, hatten die Schädlinge nicht genug Raum, um sich zu vermehren. Dieses Jahr treibt die Landwirte jedoch neuerliche Unruhe umher. Der frühe Sommeranfang hat die Zahl der Schädlinge stark steigen lassen. In ausgelegten Fallen finden sich bereits über eintausend dieser Schädlinge. Wenn jetzt noch Stürme mit schweren Baumschäden auftreten, könnte dieses Jahr im krassen Gegenteil zum Vergangenen stehen.

Die Ressource Wald unter der Lupe

Im April hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) mit der alle Zehn Jahr stattfindenden Bundeswaldinventur begonnen. Die dritte Ihrer Art (BWI3), soll wieder die Ressource Wald näher untersuchen. Er wird Aufschluss darüber geben, wie intakt die Wälder sind, wie groß Ihr Anteil am Klimaschutz ist (Kohlenstoffsenken) und wie stark dieser von der Holzindustrie belastet werden kann.

Im Fokus steht ein ökologischer Ansatz. Über viele Jahrzehnte wurde in Deutschland dem Nadelwald der Vorzug gegeben. Mittlerweile ist ein Trend zu mehr Laub- und Mischwald zu sehen. Dieser ist nötig, da Monokultur auch im Wald viele Nachteile mit sich bringt. Neben der Tatsache, dass der Wald leichter anfällig für Schädlingsbefall ist, ist der Nährstoffkreislauf gestört.

Die Ressource Wald als Streitobjekt

Ein Streit schwillt zwischen zwei Parteien um die Ressource Wald. Auf der einen Seite wollen Bund und Umweltverbände fünf bis zehn Prozent des deutschen Waldes aus der Bewirtschaftung herausnehmen. Dagegen halten private und kommunale Waldbesitzer, die nicht nur eine weitere Verknappung der hiesigen Rohstoffe kommen sehen, sondern auch wichtige Klimaschutzfähigkeiten des Waldes schwinden sehen.

Insbesondere beklagt die Holzindustrie, dass jetzt schon knapp ein Drittel des Holzes importiert werden muss. Sie führen an, dass Aufforstung effektiver ist und mehr Kohlenstoff bindet. Die TU München hat bereits 2009 einen Artikel zur Nachhaltigkeit junger Aufforstungsflächen veröffentlicht (Hier geht es zum PDF- Artikel). Darin heißt es abschließend, wenn man Drainagen und intensive Flächenbearbeitung nach der Abholzung vermeidet und die Aufforstung gezielt mit Bäumen wie Buche und Eiche forciert, sind junge Wälder sehr effektive Klimaschützer.

Viel Wert wurde auf den Kohlenstoffbestandteil im Boden gelegt. Wird dieses wieder freigelassen, kann sich der Effekt negieren. Es ist daher insbesondere an der Wirtschaft, zu zeigen, dass sie die bisherigen Erfolge bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung auch deutschlandweit umsetzen können und nicht nur in einigen Vorzeigereservoirs.

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