Rechtsformen im Baugewerbe

Baugewerbe
Baugewerbe © marderpinsel by pixelio.de

Noch bis vor einigen Jahren war die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) die gängigste Rechtsform im Baugewerbe. Dies hat sich im Lauf der vergangenen Jahre erheblich gewandelt. Nicht zuletzt der Entscheidungskompetenz wegen, gründen die Unternehmer im Baugewerbe mittlerweile überwiegend Einzelunternehmen. Leider geht diese Rechtsform auch zu Lasten der Haftbarkeit.

Anteile der Rechtsformen im Baugewerbe

Laut der aktuellen Statistik des Statistischen Bundesamts existieren im Baugewerbe 342.334 Unternehmen in Deutschland, mit Umsätzen über der umsatzsteuerpflichtigen Grenze von 17.500 Euro. Dabei gliedern sich die Anteile der Rechtsformen wie folgt auf:

  • GmbH → 17,81 %
  • OHG (einschl. GBR) → 6,74 %
  • KG (einschl. GmbH & Co. KG) → 3,59 %
  • Sonstige Rechtsformen → 0,79
  • AG, KG aA → 0,04 %
  • Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften
  • Betriebe gewinnbringender Art (Körperschaft d. öffentlichen Rechts) → 0,002 %

Das Einzelunternehmen zeichnet sich dadurch aus, das einen Inhaber, also eine natürliche Person, die die volle Entscheidungskompetenz über das Unternehmen besitzt, aber auch mit dem Umfang seines gesamten Vermögens und nicht nur der Einlage, wie es zum Beispiel bei der GmbH ist, haftet. Die GmbH ist aber immerhin noch auf dem 2.Platz, während abgeschlagen die restlichen Gesellschaftsformen unter ferner liefen jenseits der 10% folgen.

Für die Zukunft wird erwartet, dass die Zahl der Einzelunternehmen, zumindest das was das Baugewerbe anbelangt, weiter zunimmt und Rechtsformen, wie die OHG beispielsweise, auf lange Sicht immer weiter aus den Statistiken verdrängt werden.

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