Parkett: Tischlerhandwerk im Eigenheim

19. October 2010 0 By admin
Parkett kann entweder schwimmend verlegt oder verleimt werden

Parkett kann entweder schwimmend verlegt oder verleimt werden © RainerSturm by pixelio.de

Parkett kann jedem Raum eine angenehme Wohnatmosphäre verschaffen. Die Holzfußböden sind für viele Menschen, aufgrund ihrer warmen Farben und auch wegen ihrer akustischen Qualitäten, der Bodenbelag ihrer Wahl. Holz als solches reflektiert Schall nur in geringem Maße, was gerade in Küchen zu einem angenehmen Raumklang führt. Ein weiterer Grund für die Anschaffung eines Parkettbodens ist die Naturbelassenheit des Materials.

Auf den Zuschnitt der Holzbretter und der Behandlung des Holzes folgt der Einbau. Hierbei wird das Holz in den meisten Fällen nicht mit mechanischen Verbindungselementen am Boden befestigt, sondern festgeklebt. Was die Anbringung des Fußbodens angeht, stehen die Kunden vor der Qual der Wahl.

Parkett: Schwimmend verlegt oder vollflächig verklebt

Besonders die schwimmende Verlegung ist in den letzten Jahren immer populärer geworden. Der Vorteil einer schwimmenden Verlegung ist, dass sie auch von Laien relativ einfach und ohne großen Aufwand zu bewerkstelligen ist. Die Holzbretter werden lediglich untereinander verleimt und lose auf dem Grund angebracht. Auf Befestigungselemente wie Nägel, Schrauben oder Klebstoffe, die als Verbindungselemente zwischen Parkett und Boden dienen, wird gänzlich verzichtet. Über die vergleichsweise einfache Installation hinaus bietet diese Form der Parkettverlegung noch einige andere Vorteile. Da Parkett und Boden nicht miteinander verklebt werden, müssen keine gehobenen Ansprüche an die Oberflächenstruktur des Untergrundes gestellt werden – eine ebenerdige Fläche genügt schon. Ein unbedingtes Muss hierbei ist eine Trittschalldämmung. Durch die lose Anbringung sinken auch die Materialkosten und der Abbau des Parketts, etwa vor einem Umzug oder infolge von Abnutzungserscheinungen, wird erheblich vereinfacht. Von Nachteil ist dagegen der schnellere Verschleiß des Parketts. Gerade in Bereichen in denen das Holz hohen Gewichtsbelastungen ausgesetzt ist, sollte wohl überlegt werden, ob eine Festinstallation langfristig nicht sinnvoller wäre, da sich durch die ungleichmäßige Belastung des Parketts Spannungen ergeben, in deren Folge Spalten und Risse entstehen.

Sogenannte vollflächig verklebte Parkettböden nehmen das Material dagegen, auch bei großen Gewichtsbelastungen, weniger in Anspruch und eigenen sich daher besonders für Eigenheimbesitzer, bei denen das Parkett als langfristiger Bodenbelag eingeplant ist. Außerdem erleichtert die Festinstallation die Oberflächenbehandlung des Holzes, durch Schleifen und Polieren. Darüber hinaus ist eine Trittschalldämmung nicht nötig. Klappern und Kratzgeräusche werden allein durch die Fixierung des Bodens unterbunden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Zeitraum der für die Nutzung des Bodens angesetzt ist, ausschlaggebend für die Wahl zwischen Verklebung oder schwimmender Verlegung sein sollte.