Ökomöbel sind auf dem Vormarsch

Ökomöbel liegen derzeit im Trend: Wer etwas auf sich hält, zeigt damit, dass er nicht mehr zur Wegwerfgesellschaft gehört. Denn Nachhaltigkeit, wie sie bei den Vorprodukten und auch bei der Herstellung der Möbel gepflegt wird, bedeutet auch, dass die Möbel nicht nur von hoher Qualität sind, sondern auch für ein längeres Leben konzipiert sind.

Ökologisch hergestellte Möbel sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch häufig besser für das eigene Wohlbefinden, da sie in der Regel frei von jeglichen Giftstoffen sind.
In Sachen Design sind Ökomöbel und konventionell gefertigten Möbeln nicht zu unterscheiden - © damon.garrett by flickr

Freilich darf der Käufer da nicht erwarten, dass sie immer dem gerade wieder in Mode gekommenen Aussehen entsprechen, nachhaltige Möbel sind stattdessen zeitlos konzipiert.

Ökomöbel gibt es nicht nur aus exotischen, sondern auch aus heimischen Hölzern. Eine der Prinzipien ist, dass das geschlagene Holz durch Neupflanzung wieder ersetzt wird. So werden Baumbestände geschont, spätere Generationen können so noch zu Möbeln aus Naturholz kommen, ein Raubbau an der Natur wird so vermieden. Zudem achten die Hersteller darauf, dass auch bei der Fertigung natürliche Stoffe verwendet werden. Lack ist da eher verpönt – ein biologisches Öl kann dem Holz denselben Schutz gewähren.

Weg also von den kurzfristigen Trends, hin zu zeitlosem Design. Noch ein zweiter Aspekt verdient hier Beachtung. Ökomöbel aus Naturholz müssen eben nicht alle paar Jahre ausgewechselt werden. Qualität hat in diesem Falle zwar ihren Preis, aber auf die Lebensdauer gerechnet sind sie ihrer Konkurrenz überlegen. Dazu kommt noch, dass es bei ihnen keinerlei Entsorgungsprobleme gibt. Sie können, wenn sie denn doch am Ende ihres Daseins angekommen sind, als Altholz verwertet werden und müssen nicht als Müll entsorgt werden.

Auch für die Tischlerbranche bringt die zunehmende Beliebtheit der Ökomöbel Vorteile, da eine lokale Produktion nochmal eine Ecke mehr Glaubwürdigkeit bringt und die heimische Wirtschaft stärkt. Möbelmanufakturen und Tischler sind daher derzeit oft auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. Stellenangebote finden für den Beruf des Möbeltischlers ist aus diesem Grund derzeit nicht besonders kompliziert, da Tischler derzeit vielerorts gefragt sind.

Design wichtiger Faktor für Materialverbrauch

Zurückhaltendes Design unterstützt den Ökogedanken in jeder Hinsicht. Künstlich wirkende Farben werden in diesem Bereich vergeblich gesucht. Dafür wird sich jeder an den natürlichen Farben nicht so schnell sattsehen und ist auch nicht gezwungen, dem Zeitgeist gemäß neue Möbel anzuschaffen, wenn die Farben „out of time“ sind. Doch bei der Technik braucht der Käufer bei Ökomöbeln keine Abstriche zu machen: Auch in diesem Bereich sind sie auf der Höhe der Zeit. Das bemerken Kunden beispielsweise bei der Federung eines Stuhles oder auch bei verstellbaren Möbeln. Hier zeigt sich, dass handwerkliche Qualität einem Massenprodukt überlegen ist. Hier findet sich kein Umleimer aus Plastik, sondern nur echtes Holz.

Verbraucher sollten dabei unbedingt darauf achten, dass es sich bei besagtem Möbelstück tatsächlich um ein Ökomöbel handelt. Verschiedene Zertifikate beweisen, das Ökomöbel tatsächlich das sind, was sie vorgeben. Damit können sie auch auf Messen und Ausstellungen punkten und sich so den Kunden empfehlen, die Wert auf ökologisch unbedenkliche Produkte legen.

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