Effiziente Energienutzung durch gedämmten Holzfußboden

Angesichts der Tatsache, dass ein Gebäude im Winter bis zu 20% der aufgewandten Heizenergie verlieren kann, wird die Notwendigkeit einer optimalen Dämmung deutlich. Wie Sie Ihren Holzfußboden richtig dämmen und welche Bauvorschriften beachtet werden müssen, erfahren Sie hier auf Tischlerei24.com.

Um Ihr Haus vor dem Bodenfrost in der oberen Erdschicht zu schützen und vor allem bei nicht unterkellerten Häusern eine angenehme Fußbodenwärme zu erzielen, sollte Ihr Holzfußboden fachgemäß gedämmt werden. Sind die Kellerräume besonders feucht oder die Raumhöhe sehr gering, empfiehlt es sich, vor allem auch im Erdgeschoss eine Fußbodendämmung vorzunehmen, um die Wohnräume vor Schimmelbefall zu schützen und ein warmes Fußgefühl herbeizuführen.

Richtiges Dämmen des Holzfußbodens

Beim Verlegen von Dämmmaterial unter der Fußbodenschicht muss auf einige bautechnische und bauphysikalische Anforderungen geachtet werden, deren Regeln in der jeweils gültigen Fassung zu erfüllen sind. Die Energiesparverordnung (EnEV) hat demzufolge eine Verordnung über energiesparende Anlagetechniken bei Gebäuden erlassen, welche unter anderem die DIN 4102 beinhaltet, die das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen regelt. Informieren Sie sich auf dieser Seite über aktuelle DIN-Vorschriften, die Sie beim Einbau Ihrer Fußbodendämmung beachten müssen.

Normalerweise wird ein Holzfußboden von unten gedämmt, da dies die effizienteste Methode darstellt und weniger Arbeitszeit in Anspruch nimmt. Mit einer Spezialfolie, die als erste Schicht ausgelegt wird, kann Kondenswasser in den Zwischenräumen verhindert werden, was das Holz vor Schimmelbildung schützt. Trittfeste Dämmplatten wie Polystyrol oder Kork werden mit Estrich übergossen oder mit Deckplatten aus Pressspan bedeckt. Danach können die Holzdielen darüber montiert werden.

Nachträgliches Dämmen des Holzfußbodens

Während in Neubauten die Dämmung des Fußbodens schon in der Planung mit einkalkuliert wird, gestaltet sich die nachträgliche Dämmung der Holzfußböden in älteren oder Altbau-Wohnungen etwas aufwendiger.

Eine nachträgliche Dämmung kann aus verschiedenen Gründen notwendig werden, beispielsweise wegen knarrender Dielen, aus dem Wunsch nach einer besseren Schalldämmung oder aber aus dem Bedürfnis nach einer optimalen Wärmedämmung des Holzfußbodens im Bad oder der Installation einer Fußbodenheizung. In jedem Fall muss der Bodenbelag zuerst entfernt werden, um zu überprüft, ob bereits eine Fußbodendämmung existiert und in welchem Maß diese vorhanden ist. Erst wenn die alte Dämmung vollständig beseitigt wurde, kann mit den Bauarbeiten der neuen begonnen werden.

Bei der Renovierung oder Nachrüstung sollte auf platzsparende Dämmmaterialien geachtet werden, da gerade bei Renovierungen meistens wenig Raumhöhe zur Verfügung steht. Als ideales Dämmmaterial eignet sich der Baustoff Polyurethan, da der aus Kunststoff bestehende Stoff nicht nur platzsparend, sondern auch besonders schimmelresistent ist. Werden Polyurethanplatten in einer Höhe von 80 Millimetern eingebaut, erreichen diese bereits einen Wärmedurchlasswiderstand von 3,3. Die Wärmeleitfähigkeitsstufe, abgekürzt auch WLS, gibt die Durchlassfähigkeit eines Dämmmaterials für den Wärmestrom an, wobei die Faustformel: „je kleiner der Wert, desto besser die Wärmedämmung“ zur Anwendung kommt. Polyurethanplatten erreichen mit ihrem Wert demnach bei niedriger Aufbauhöhe ein überdurchschnittlich gutes Dämmvermögen.

Nachdem die neue Dämmmasse verlegt wurde, können die alten Holzdielen montiert und bei Bedarf abgeschliffen werden.

Fazit

Das Dämmen Ihres Holzfußbodens bietet in mehrerer Hinsicht Vorteile: Aufgewendete Energie wird im Winter effizient genutzt, die Schalldämmung wird optimiert und defekte Fußbodenbeläge können ausgebessert werden. Während bei Neubauten die Dämmung schon mit eingeplant werden sollte, kann sie in Bestandsimmobilien auch nachträglich erfolgen, beispielsweise mit dem Baustoff Polyurethan erfolgen, da diese bei geringer Dichte ein überdurchschnittlich hohes Dämmvermögen erzielt. In jedem Fall sollten Dämmarbeiten von Experten übernommen werden da bei nicht fachgemäßer Verarbeitung die Bausubstanz Schaden nehmen und Schimmel entstehen kann.

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