Hör auf mich: Gehörschutz tragen!

24. August 2010 0 By admin

Gehörschutzstöpsel

Gehörschutzstöpsel - © unbekannt

Gerade wenn mit lauten Maschinen in geschlossenen Räumen gearbeitet wird, entstehen hohe Lärmpegel. Als Vergleich wird oft der startende Düsenjet im Vergleich genommen. Dies betrifft also insbesondere auch den Tischler, der Holzarbeiten an der Kreissäge, Fräse oder mit Schleifmaschinen durchführt. Ein Schutz des Gehörs ist daher unerlässlich und das Tragen eines Gehörschutzes sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Zu dem ist das Tragen eines Gehörschutzes ab einer Lautstärke von 85 dB seit 1996 gesetzlich Pflicht. Doch welche Arten von Gehörschutz gibt es und welcher ist der Richtige?

Gehörschutzarten und ihre Unterschiede

Grundsätzlich wird zwischen drei Arten von Gehörschutz unterschieden.
Kapselgehörschutz, Gehörschutzstöpsel und Otoplastiken.

  • Kapselgehörschutz → Dieser klassische Gehörschutz sieht aus wie ein Kopfhörer und kann leicht auf- und abgesetzt werden. Der Nachteil ist, dass er gegenüber den anderen Gehörschutz-Arten einen geringeren Dämmwert besitzt.
  • Gehörschutzstöpsel Zu dieser Sorte gehört auch das klassische Ohropax. Der Vorteil ist der hohe Dämmwert, Nachteil das sich der Dämmwert bei unsachgemäßem Einsetzen in den Ohrkanal stark verringert.
  • Otoplastiken → Das Premiumprodukt. Otoplastiken sind vom Hörgeräteakustiker speziell nach Maß angefertigte Stöpsel. Sie werden nach der Vorlage eines Abdruckes des Gehörkanals angepasst. Vorteil ist der äußerst hohe Dämmwert und die Vermeidung der Gefahr des falschen Einsetzens durch die Maßanfertigung. Nachteil ist, dass diese Technik sehr teuer ist.

Das richtige Einsetzen des Gehörschutzes ist der Schlüssel

Es gibt also verschiedene Möglichkeiten sein Gehör vor hohen Lärmpegeln zu schützen. Doch dies ist nur dann effektiv, wenn der Gehörschutz richtig verwendet wird. Der größte Fehler ist, dass der Gehörschutz meist erst aufgesetzt wird, wenn der Geräuschpegel bereits anliegt. Eine Dämmwirkung von etwa 30 dB kann nur erreicht werden, wenn der Gehörschutz zu 100 % getragen wird. Bei der kleinsten Abweichung um nur 1% der Zeit, also auf einen vollen Arbeitstag gerechnet, gerade einmal einige Minuten, sind es nur noch 20 dB. Wird der Gehörschutz nur zur Hälfte getragen, sinkt die Dämmwirkung auf etwa ein Zehntel ab. Den idealen Gehörschutz gibt es nicht, da es immer auf den jeweiligen Arbeitsplatz, die Höhe der Belastung und letztendlich auch auf den finanziellen Aspekt ankommt.