Furnieren – die historische Kunst der Holzverarbeitung

19. July 2011 0 By admin

Furnieren ist zu einem Standard in der Holzindustrie geworden. Wo einstmals finanzielle Interessen standen, wird heute das Argument des geringeren Verbrauches und damit des Umweltschutzes ausgegeben. Doch wie entsteht Furnier und wodurch zeichnet es sich aus? Alles was sie zum Furnieren wissen müssen, lesen Sie auf Tischlerei24.com!

Furnieren

Das Furnieren erfolgt in mehreren Schritten. Hier ist gut zu sehen, dass der obere Teil bereits lackiert ist, während der Untere noch ordentlich nachgeklebt und lackiert werden muss. © Audin Malmin by flickr.com

Furnieren ist immer wieder als eine sehr umweltfreundliche Variante der Holzverarbeitung benannt worden und findet bei allen Möbeln Anwendung. Daneben sind auch die hölzernen Verkleidungen in Autos oder an technischen Geräten durch das flexible Furnier geprägt. Dabei spielt nicht nur das verwendete Holz eine wichtige Rolle für das Erscheinungsbild, sondern auch das verwendete Verfahren.

Aus den verschiedenen Holzarten sind drei Verfahren gängig, um das wertvolle Holz zu verarbeiten. Diese sind das Messer-, Schäl- und Sägeverfahren. Bei den ersten beiden Varianten, dem Messern oder Schälen, werden maximale Ausbeuten erzielt. Doch das Holz muss vorher mit heißem Wasser oder Wasserdampf bearbeitet werden. Dabei entsteht der gravierende Nachteil, dass das Holz sich stark dunkel verfärbt.

Wer beim Furnier Kaufen auf ein sehr helles Holz zurückgreifen möchte zahlt oftmals viel Geld. Der Grund dafür liegt im Sägeverfahren. Das älteste der drei Verfahren kommt ohne Wasserbehandlung klar, verliert aber in der Produktion zwischen 50 und 70 Prozent des ursprünglichen Materials. Die Sägespäne können zwar in Form von Spanholzplatten weiterverwendet werden, doch dieses Material ist längst nicht so hochwertig, wie das Furnier.

Was zum Furnieren notwendig ist

Furnieren ist sehr aufwendig, wenn man nicht die notwendigen Maschinen zur Verfügung hat. Dabei ist das Verfahren bereits den Ägyptern bekannt gewesen. Die baumarme Region hat dieses seltene Material daher wie Gold behandelt. Es war nicht nur teuer, sondern schmückte auch die Grabbeilagen der Pharaonen. Da man seiner Zeit auch noch nicht ans simple Furnier Lackieren denken konnte, war es sehr aufwendig dieses Material haltbar zu machen.

Um das Furnier auf eine Oberfläche aufzubringen, ist viel Fingerspitzengefühl notwendig. Gerade abgerundete Ecken sind eine Gräuel und nur ein Tischler- oder Schreinermeister kann diese Arbeit bewerkstelligen. In der Massenproduktion gibt es dagegen zahlreiche Maschinen, die sich um das Aufbringen der dünnen Blätter kümmern. Die Industrie hat sich dabei hochgradig organisiert und bietet dem Verbraucher zahlreiche Informationen zum Laminatboden zur Verfügung, sodass die Kaufentscheidung fundierter vom Kunden getroffen werden kann. Die Dachorganisation ist der Verband der Europäischen Laminatfußbodenhersteller e.V. (EPLF).

Furnieren des Bodens

Man kann nicht nur Möbel und elektrische Geräte furnieren. Einer der häufigsten Anwendungsbereiche ist das günstige Laminat. Der dem Parkett nachempfundene Bodenbelag besteht häufig aus einer günstigen HDF-Platte, die mit einer Dekorschicht (dem Furnier) belegt ist und durch eine Folie versiegelt wurde. Auf diese weise ist Laminat viel günstiger in seiner Herstellung und kann darüber hinaus mit einer veritablen Lebensdauer punkten.

Im Laminat ist das Furnier im Schnitt 0,3 bis 0,7 Millimeter dick. Damit kann es zwar nicht wie beim Parkett abgeschliffen werden, sorgt aber weiterhin für eine gute Raumoptik. Atmosphärisch beeinflusst es dagegen den Raum nicht so stark, wie es das Massivholz kann. Wenn Sie mehr über das Furnieren erfahren möchten, laden wir Sie herzlich ein sich auf Tischlerei24.com weiter umzusehen.