Die Notwendigkeit von Atemschutz

 

Atemschutz
Atemschutz © Dove of War by pixelio.de

Bei der Verarbeitung von Holz werden im Durchschnitt 2 bis 5 Milligramm Holzstaub pro Kubikmeter Umgebungsluft freigesetzt. Deshalb ist es wichtig ab einem bestimmten Grenzwert einen Atemschutz zu tragen, um somit gesundheitlichen Risiken vorzubeugen. Der Bundesverband Holz und Kunststoff (BHKH) hat diese Gefahr erkannt und setzt sich demnach für die Überarbeitung der alten Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) ein.

Überarbeitung der Technischen Regel 553

Beim Tragen eines Atemschutzes muss der Tischler bzw. Schreiner zwei Grenzwerte beachten. Zum einen gibt es Maschinen die in der Regel 2 bis 5 mg/m3 Holzstaub abgeben. Bei diesen Maschinen muss ein Atemschutz nur getragen werden, wenn die eingeschränkten Maschinenlaufzeiten überschritten werden. Zum anderen benutzt der Tischler aber auch Maschinen, die den Grenzwert von 5 mg/m3überschreiten. In diesem Fall ist der Atemschutz unerlässlich.

Das dafür zuständige Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat sich nun für den Grenzwert von 2 mg/m3 entschieden, da das Minimierungsgebot der Gefahrstoffverordnung festsetzt, dass der unterste Grenzwert als Maßstab gewählt werden soll. Demzufolge wird künftig der Wert von 2mg/m3 in Deutschland als Grenzwert festgesetzt werden.

Das BHKH ist verständlicherweise mit dieser Verschärfung der Vorgabe nicht einverstanden, kann dieser Festlegung allerdings nicht widersprechen. Trotz dessen appellieren sie an das Ministerium, sie sollen eine praxisgerechtere Ausgestaltung der Regelung vornehmen, da der alleinige Moment der Nutzung nicht als Beurteilungsbasis dienen dürfe. Das BHKH müsse einen Schichtmittelwert heranziehen, der auch die Stillstandzeiten der Maschine berücksichtigt, heißt es.

Denn bei der aktualisierten Verordnung der Atemschutz-Regelung entsteht automatisch ein schwerwiegendes Problem für die kleineren Betriebe. Sobald diese Verordnung verabschiedet ist, werden die Betriebe aufgefordert sein ihre Maschinen nachzurüsten, falls diese über keine Luftrückführung verfügen. Dieser Vorgang ist demnach mit hohen Kosten verbunden und wird für viele Handwerksbetriebe zum Problem.

Diesem Interessenkonflikt ist sich die BHKH bewusst und möchte in keinem Fall eine Einigung erzwingen, unter der die Betriebe zu leiden haben. Das wirtschaftliche Arbeiten soll trotz der Atemschutz-Regelung in jedem Fall gegeben sein. Eine Einigung wird erwartet.

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