Bauholz: Definition und Abgrenzung

Auch für Kunstvolle Deckengebilde kann Bauholz eingesetzt werden
Auch für Kunstvolle Deckengebilde kann Bauholz eingesetzt werden © zora120875 by pixelio.de

Als Bauholz werden Holzbauelemente bezeichnet, die zum Bau von Gebäuden und anderen Bauwerken verwendet werden. Holz wird auch in Zeiten von Kunststoffen, Stahl und Beton immer noch als eines der bevorzugten Baumaterialien eingesetzt. Diese Beliebtheit verdankt das Material der Kombination bestimmter Eigenschaften, die es für die Verwendung als Baumaterial besonders eignen.

Bauholz zeichnet sich durch seine hohe Belastbarkeit und Langlebigkeit aus. Zudem verfügt Holz über die einzigartige Qualität bei hoher Steifigkeit zugleich leicht form- und zuschneidbar zu sein. Die Steifigkeit des Holzes variiert jedoch sehr stark mit der verbauten Holzart, weswegen in Deutschland nur bestimmte Holzarten für die Verwendung als tragende Elemente beim Hausbau zugelassen sind. Hierzu zählen unter anderem Kiefer, Lärche, Tanne, Fichte, Eiche und Buche. Weiterhin haben auch die Umweltbedingungen Einfluss auf die Tragfähigkeit von Bauholz. So können Nässe und extreme Wärme das Holz aufweichen und somit in seiner Stabilität beeinträchtigen.

Bauholz wird als Baumaterial bei der Konstruktion des Rohbaus von Gebäuden verwendet. Das Holz ist dabei stets ein direkter Bestandteil des Gebäudes. Holz, aus dem etwaige Hilfskonstruktionen wie Schalungen oder Gerüste angefertigt werden, ist vom Bauholz als solchem abzugrenzen.

Bauholz: Grundformen

Je nach Zuschnitt des Materials und Behandlung werden unterschiedliche Grund- und Unterformen von Bauholz unterschieden. Ein häufige Form im Bauwesen sind die sogenannten Vollhölzer. Diese werden entlang oder entgegen der Querachse aus Bäumen heraus gesägt oder gefräst. Die Holzform wird entsprechend ihrer Maße in Bohlen, Balken, Bretter, Latten, Kant- und Bauschnitthölzer untergliedert.

Die zweite Grundform von Bauholz sind Brettschichthölzer. Im Gegensatz zu Vollholz wird diese Form chemisch nachbearbeitet, um die Tragfähigkeit zu erhöhen. Wie der Name bereits vermuten lässt, werden Brettschichthölzer mehrlagig miteinander verleimt. So können die Baumaterialien eine enorme Tragfähigkeit erreichen, die das Holz in vielen Bereichen des Baus zu einer sinnvollen Alternative zu Bauelementen aus Stahl oder Beton machen.

Die dritte Grundform sind Holzwerkstoffe. Holzwerkstoffe bestehen aus Kleinstelementen wie Sägespänen, die durch die Zugabe von Bindemitteln, durch Pressverfahren oder durch die Verwendung von mechanischen Verbindungselementen zusammengefügt werden.

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